Worum geht es?
Der demografische Wandel hin zu einer alternden Bevölkerung stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Unter der Verrentungswelle der „Babyboomer“ wird insbesondere das Gesundheitssystem eine doppelte Belastung erfahren: Parallel zum Fachkräftemangel in der Versorgung wird die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen durch die alternden, geburtenstarken Jahrgänge stark ansteigen. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen ist vorherzusehen, dass das Gesundheitssystem in eine buchstäblich lebensgefährliche Überlastung steuert.
Das DATIpilot Community-Projekt GRANNI verfolgt das Ziel, in einem radikal neuen, agilen und holokratischen Transferexperiment sozio-technische Lösungen für Probleme zu entwickeln, die mit diesem grundlegenden, gesellschaftlichen Wandel einhergehen.
Testimonials
Stimmen aus der GRANNI-Jury

Philipp Stormer
Innovationsberater WT.SH
Gesundes Altern ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit – und zugleich ein Innovationsfeld mit enormem Potenzial. Gerade hier braucht es gezielte Förderung wie im DATIpilot, die nicht nur Forschung fördert, sondern endlich auch den Transfer mehr im Fokus nimmt und damit Ideen schneller in die Praxis beschleunigt. Denn zu oft scheitern gute Ideen daran, dass der Weg in die Anwendung von der Forschung zu lang und zu komplex ist. Diese Innovationscommunity GRANNI zeigt, wie Transfer erfolgreicher wird.
Wir sind stark in der Forschung, aber im Bereich gesundes Altern kommt es jetzt darauf an, dass Innovationen schneller in den Alltag der Menschen finden. Die DATI-Förderung eröffnet dafür endlich neue Wege: Sie bringt Forschung, Wirtschaft und Praxis frühzeitig zusammen – für echte Lösungen, statt verspätete Reaktionen auf bekannte Probleme.
Was mich antreibt: Innovationen für ein gesundes Altern dürfen nicht in den Laboren stecken bleiben. Mit Formaten wie DATIpilot schaffen wir endlich Räume, in denen aus Forschung anwendungsnahe Lösungen werden – gemeinsam mit Wirtschaft und Versorgungspartnern. Nur so gelingt der notwendige Wandel hin zu Prävention, Teilhabe und Lebensqualität im Alter.

Dr. Oliver Schacht
Geschäftsführer Life Science Nord Management GmbH
Als Geschäftsführer von Life Science Nord (LSN), der Cluster Management Agentur für die gesamte Life Science Branche in Hamburg und Schleswig-Holstein, ist es mir eine persönliche Ehre, in der GRANNI Jury meine Expertise aus fast 30 Jahren Unternehmertum in den life sciences einzubringen. Besonders wichtig sind mir als Teil der „Wirtschafts Experten“ in der Jury Themen wie Partnerschaften mit starken Vermarktungs-Partnern, plausible Meilensteine, die auch kommerziell langfristig Aussicht auf Erfolg im Markt versprechen, sowie Finanzierbarkeit im Anschluss durch privates Kapital. Es ist immer eine Herausforderung aus Dutzenden hochqualitativer Anträge, diejenigen herauszufiltern, die am Ende die Chance bekommen, im Zuge von GRANNI einen wertvollen Beitrag für die Verbesserung der medizinischen Versorgung der alternden Bevölkerung zu leisten.

Dr. Muriel Helbig
Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck
Großartig, dass wir uns in Lübeck in der DATI Community mit gesundem Altern beschäftigen können! Jetzt ist es wichtig, dass wir unseren akademischen Raum verlassen und weitere Partner*innen hinzugewinnen, beispielsweise Betroffene, Betreuende, soziale Einrichtungen. Schließlich wollen wir aus der Forschung in die Umsetzung und Innovationen schaffen, die ankommen.

Prof. Dr. Helge Braun
Präsident der Universität zu Lübeck
Im GRANNI Projekt arbeiten die Lübecker Wissenschaft und die Wirtschaft gemeinsam an einem großen Ziel: Ein selbstbestimmtes und gesundes Leben im Alter – möglichst lange zu Hause.
Vision
Das übergeordnete Ziel, an dem sich sämtliche Aktivitäten ausrichten, hat zwei Ebenen:
Die Systemische Ebene

Automatisierung, Digitalisierung, KI und Robotik sind Schlüsselelemente bei der Kompensation des Fachkräftemangels. Innovative Medizintechnik hilft dabei, die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten.
Die Individuelle Ebene

Innovative Medizintechnik verbessert den gesamten Gesundheitszyklus von Awareness, Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation und ermöglicht damit ein gesundes Altern in Würde und Autonomie – zu Hause oder in einer betreuten Wohnsituation.
Wie wir zusammenarbeiten
Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit in geförderten Community-Projekten sollen Lösungen erarbeitet werden, die die Prozesse in Kliniken und Praxen so verbessern, dass Personalengpässe reduziert und das Altern in Würde und Autonomie gefördert wird. Wir wollen ein starkes Netzwerk mit einer engen Kooperation zwischen Forschung und Industrie schaffen, in dem innovative Ansätze zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitsversorgung älterer Menschen entstehen.
Die GRANNI Community ist fest auf dem Hanse Innovation Campus Lübeck verankert, der durch seine enge Vernetzung zahlreicher Akteure und medizintechnischer Unternehmen der Region für dieses Vorhaben in besonderer Weise geeignet ist. Gleichzeitig handelt es sich um eine offene Community, die zur überregionalen Beteiligung einlädt. Insbesondere die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) wird gefördert, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die die Lebensqualität älterer Menschen verbessern. Die im Rahmen des Projektes erarbeiteten und erprobten Ideen sollen möglichst zeitnah überregional in die Praxis überführt werden.
Wir arbeiten mit einer holokratischen Transferkultur
Der Begriff Holokratie leitet sich vom altgriechischen holos “vollständig, ganz” und kratía “Herrschaft” ab. Die dahinterstehende Managementphilosophie bildet ein Rahmenwerk für die Organisationsführung und wurde von Brian Robertson entwickelt. Es basiert auf den Prinzipien der Selbstorganisation und dezentraler Entscheidungsfindung. In der holokratischen Struktur werden Rollen definiert, denen entsprechend der vorhandenen Expertise klare Verantwortungen zugewiesen werden. Dies schafft Transparenz und Selbstorganisation, wodurch eine gemeinsame Ausrichtung auf die Ziele der Community gefördert wird. Die entstehende dezentrale Transferkultur soll die erarbeiteten Forschungs- und Praxislösungen unbürokratisch zusammenführen und die Zusammenarbeit von Klinken, Unternehmen und Forschungseinrichtungen effizienter gestalten.

GRANNI Management Team

Prof. Dr. Thorsten Buzug
Sprecher
Universität zu Lübeck

Prof. Dr. Karen Cabos
Co-Sprecherin
TH Lübeck

Prof. Dr. Frank Schwartze
TH Lübeck

Prof. Dr. Philipp Rostalski
Fraunhofer IMTE

Julia Sarre
HIC Lübeck

Dr.-Ing. Bianca Huth
EUROIMMUN AG

Dorothee Stamm
Medtronic GmbH

Förderkennzeichen : 03DPC0701A-C







